{"id":1265,"date":"2017-01-30T20:55:05","date_gmt":"2017-01-30T18:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sz-kaethe.org\/?p=1265"},"modified":"2017-03-14T22:42:07","modified_gmt":"2017-03-14T20:42:07","slug":"vortrag-helft-den-gefangenen-in-hitlers-kerkern-die-rote-hilfe-deutschlands-im-antifaschistischen-widerstand-ab-1933","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sz-kaethe.org\/?p=1265","title":{"rendered":"Vortrag: &#8222;Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!&#8220; &#8211; Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933"},"content":{"rendered":"<p>Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine gro\u00dfe linke Solidarit\u00e4tsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterst\u00fctzten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe f\u00fcr die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.<!--more--><\/p>\n<p>Nach dem Verbot im Fr\u00fchjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalit\u00e4t weiter &#8211; teils in losen Zusammenh\u00e4ngen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zust\u00e4ndigen Bezirksleitungen in Austausch standen. F\u00fcr die zahllosen KZ-H\u00e4ftlinge und ihre Angeh\u00f6rigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte Funktion\u00e4rInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich \u00fcber die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten B\u00fcros der RHD Schlafpl\u00e4tze und materielle Hilfe f\u00fcr die EmigrantInnen und unterst\u00fctzten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld.<\/p>\n<p>Die Widerst<a href=\"http:\/\/www.sz-kaethe.org\/wp-content\/uploads\/Umschlag_RHD_Seite_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1266 alignleft\" src=\"http:\/\/www.sz-kaethe.org\/wp-content\/uploads\/Umschlag_RHD_Seite_1-209x300.jpg\" alt=\"umschlag_rhd_seite_1\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/sz-kaethe.org\/wp-content\/uploads\/Umschlag_RHD_Seite_1-209x300.jpg 209w, https:\/\/sz-kaethe.org\/wp-content\/uploads\/Umschlag_RHD_Seite_1-768x1100.jpg 768w, https:\/\/sz-kaethe.org\/wp-content\/uploads\/Umschlag_RHD_Seite_1-715x1024.jpg 715w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a>andsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugbl\u00e4tter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidarit\u00e4tsarbeit propagierten.<\/p>\n<p>Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter &#8211; meist m\u00e4nnlicher &#8211; RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation \u00fcbernahmen, aber auch &#8222;unauff\u00e4llige&#8220; Hintergrundarbeit leisteten.<\/p>\n<p>Selbst nach der offiziellen Aufl\u00f6sung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 f\u00fchrten dezentrale Strukturen die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Verfolgten fort.<\/p>\n<p>Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.<\/p>\n<p><em>Die Referentin Silke Makowski\u00a0(<a href=\"http:\/\/www.hans-litten-archiv.de\/web\/\">Hans-Litten-Archiv<\/a>) ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Brosch\u00fcre &#8222;&#8218;Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!&#8216; &#8211; Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalit\u00e4t ab 1933&#8220;, in der das Thema erstmals ausf\u00fchrlich behandelt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>28. Februar 2017 | 19.00 Uhr | Soziales Zentrum K\u00e4the<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine gro\u00dfe linke Solidarit\u00e4tsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. 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